„Der Körper entspannt sich erst, wenn die Seele es zulässt.“

Anna Trökes



„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ (Franz Kafka)
„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ (Franz Kafka)

LaufYoga, oder BreathWalk® — der originale Yogaspaziergang

Yoga-Walking ist die Bezeichnung für eine besondere Naturerfahrung durch Yoga. Gehen, Atmen und Bewegung werden durch ein speziell abgestimmtes Yoga-Übungsprogramm so in Einklang gebracht, dass sich unser Geist erfrischt  und für eine Naturerfahrung mit allen Sinnen öffnet. Das Programm verlangt keine Vorerfahrungen, sondern nur die Bereitschaft sich auf eine neue Erfahrung einzulassen. Beim Gehen in der Natur eröffnen sich wie von selbst Hinweise für unseren Lebensweg.

Breathwalking / Yogawalking /Laufyoga  im Rosbacher Wald
Als ein besonderes Geschenk empfinde ich die Möglichkeit durch Breathwalking  Yoga in der Natur zu praktizieren.

Breath Walk &
Breath Walk Meditation


Breathwalk ist eine komplette Yoga-Kriya, eine Gehmeditation, die zu meditativer Balance führt und rundum Kraft schenkt


Gurucharan“ heißt „weise Füße“. Und dass Gurucharan Singh es nicht nur in den Beinen hat, sah wohl auch sein spiritueller Lehrer Yogi Bhajan, als er diesen fragte: „Meister, ich gehe so gerne spazieren, doch die Luft in Los Angeles ist so schlecht und die Berge sind weit…“; „das macht nichts, mein Füßling, du hast immer einen Berg in deinem Herzen, komm mit, ich zeig‘ dir was.“ Und so hatte Yogi Bhajan schon 1969 einen Anlass, das, wie er es nannte, „ultimative Konditionierungsprogramm für Körper, Verstand und Geist im Wassermannzeitalter“ im Westen vorzustellen: Breathwalk.


Von Yogis als pram chalana (gehen und dabei das Atemmuster beobachten) und chala japa (wiederholen und tief meditieren, während man die Füße bewegt) schon lange Zeit erprobt, ist Breathwalk eine komplette Yoga-Kriya. Und Gurucharan Singh hat in der Zwischenzeit oft seine weisen Gehwerkzeuge betätigt.


„Beim Meditativen Gehen richtest du deine Aufmerksamkeit aufs Gehen, um den Verstand ruhig zu stellen. Breathwalk ist ganz anders, es ist ein komplettes System, in dem du nicht nur deinen Verstand und Meditationstechniken entwickelst, sondern dich außerdem schnell bewegst.“ „Breathwalk ist wie Musik“, schwärmt er weiter, „mit einer bestimmten Komposition und Melodie…“


Doch damit nicht genug, Breathwalk nutzt neben den Atemtechniken auch das Gehen und Klangrhythmen. Ein Mantra ist ein Meditationswort, das den Geist konzentriert und über die Meridianpunkte im Gaumen auf Körper und Bewusstsein wirkt. Breathwalk geht noch einen Schritt zurück und benutzt Primal Sounds, ursprüngliche Laute.
Primal Sounds sind wie Klangatome, die alte Geschichten, die im Unterbewusstsein gespeichert sind, wegräumen und innere Konflikte verringern. Mit „SA TA NA MA“ verbindet man keine Assoziationen, so wirkt der Sound im Hintergrund, so kommt man leichter in die Yoga-Übung und in ein neues Energiemuster. Zusammen mit dem Rhythmus beim Gehen wirken Primal Sounds wie Musik, die die Meridiane des Verstands berühren.


Primal Sounds fügen dem Breathwalk eine weitere Dimension hinzu, durch ihre Kraft den Fluss der Gedanken mit der Erfahrung des Momentes in Einklang zu bringen. Klar, wenn du bei jedem Schritt auf „SA TA NA MA“ meditierst, hört das Geschnatter im Kopf irgendwann auf….
Auszüge aus einem Artikel von Dorit Werner in Yoga Aktuell
http://www.yoga-aktuell.de/yoga-praxis/kundalini-yoga/breath-walk-breath-walk-meditation/

Die fünf Schritte eines Yogawalks
1. Schritt 1: Aufwecken
Vorbereitende Atemübungen
Einstimmen auf das, was kommt, Körper in der Atmung wahrnehmen, Ablösen von vorherigen Tätigkeiten.

Aktivierende Bewegungssequenzen
Gezielte Übungen aus dem Kundalini-Yoga zur Erwärmung des Körpers und damit Anheben des Energielevels (durch z.B. „Feueratmung“).


2. Schritt 2: Ausrichten
Ausrichten des Körpers für das Walken, Konzentration auf Füße, unteren Rücken und Oberkörper, Brust, Kopf und Nacken, Schultern, Hüfte und Beine, Knie.
Ausrichten des Geistes
Mentale Ausrichtung auf z.B. bestimmte Themen (Loslassen, Gelassenheit etc.) und Konzentrationspunkte (Auge, Nabel, Herz).


3. Schritt 3:  Visualisieren
Aufnahme und Durchführung  eines bestimmten Atemmusters in Verbindung mit Gehen (z.B. in vier Schritten vier Züge ein- und in vier Schritten 4 Züge ausatmen), Hinzunahme eines Mantras zur mentalen Ausrichtung und Erfrischung des Geistes (z.B. Sa-Ta-Na-Ma), die Silben werden rhythmisch mit jedem Schritt mental gesprochen/gesungen.
Fingerübungen (Mudras) , die durch Stimulation von Akupunkturpunkten die Durchblutung fördern und Hirnzentren aktivieren. Nacheinander berührt dabei der Daumen bei jedem Schritt die anderen vier Finger.

4. Balancieren
Durch Reduzierung der Geschwindigkeit  und Dehnungsübungen („den Himmel grüßen, die Flügel ausbreiten, die Erde grüßen“) ergibt sich die Balance.

5. Integrieren
Eine abschließende Meditation vertieft die Intention des jeweiligen Programms, verbindet mit der Natur, lenkt die Gedanken und die Aufmerksamkeit und stärkt für die Wiederbegegnung mit dem Alltag in Achtsamkeit und Gelassenheit.

Weitere Infos und Literaturempfehlungen
Hanka Sat WAN Kaur und Gurucharan Singh Khalsa, BreathWalk – Schritt für Schritt, VAK Verlag, Kirchzarten 2008 (sehr anschauliches Grundlagenbuch)
www.breathwalk.com  

(Hier gibt es Infos über Breathwalk-Trainer in deiner Nähe)